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Das Ausgeh- und Freizeitmagazin der «Schaffhauser Nachrichten» 07.09.2010

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Für eine Nacht auf den Champs-Élysées

Am sechsten Intersity-Musikfestival macht sich Pariser Chic in den Strassen Schaffhausens breit.


Da wird einem ganz sturm im Kopf. An diesem Wochenende knöpft sich das liebestolle Paris das kleine Schaffhausen für einen zünftigen Flirt vor: Es ist Intersity-Zeit, das heisst, zum mittlerweile sechsten Mal vereinen sich die Schaffhauser Clubs und Bars für eine lange Ausgehnacht. Diesmal erwartet man besonders illustre Gäste: Es sind die angesagtesten DJ der Pariser Szene. DJ Falcon, zum Beispiel, der im Orient auflegen wird. Der junge Mann steht hinter Tanzflächenhits wie «So much love to give» und «Together», er ist Part der namhaften «French-Tour»-Generation und hat an der Seite von Superstars wie den Chemical Brothers oder Daft Punk die Welt bereist. Mit seinem Stil, einem Mix aus Electro, Old School, House, Classics und Indie», verbindet er Zeitloses mit Visionärem. An seiner Seite werden im Orient die Lokalhelden DJ Sam, Mason und «Selim & Armin» auflegen. Die Kammgarn indes hat sich mit DJ Battle den Mann gesichert, der 2008 zum besten DJ Frankreichs gewählt wurde. Über eine Million verkaufter Compilations sowie mehr als hundert Auftritte pro Jahr, verteilt über die ganze Welt, stehen auf seiner Habenseite. Grösser geht nicht. Und besser auch nicht. Man darf sich freuen auf das freundschaftliche Kräftemessen, das sich DJ Battle mit Schaffhausens DJ Nummer 1, Pfund 500, liefern wird. Freuen darf man sich auch auf Worakls, der im Casino zu Gast ist. Lange Jahre fühlte er sich in der Pop- und Rock-Musik zu Hause, bevor er dann ins Elektronische hinüberwechselte. Mitgenommen hat er seine Liebe zum Melodischen und sein untrügliches Gespür für den runden Song: Kaum ein DJ in Europa produziert derart prägnante Beats: zum Süchtigwerden.

Die Killdem Crew aus den Pariser Suburbs spielen seit Jahren für Liebe und Respekt und gegen Armut und Ungerechtigkeit. Ihre schlagkräftigen Argumente drücken sie in Form mitreissender, komplexer Rhythmen aus, zu denen sich eine sympathische, absolut authentische Bühnenshow gesellt. Im TapTab werden sie für Furore sorgen, genauso wie Frankreichs Slam-Grossmeister Laurent Etienne. Der wortwitzige Dichter liebt es, seine Auftritte ins Slapstickhafte zu übersteigern, am liebsten in Interaktion mit Bühnenpartnern, wie das im TapTab geschehen wird, wo sich ihm mit Diego Häberli und
Philip Vlahos zwei junge Schaffhauser Dichter an die Seite beziehungsweise in den Weg stellen werden. Ein Riesenspass.

Sündiger geht es im Oberhof her und zu. Zumindest dem Titel nach, in dem uns Moulin Rouge versprochen wird. DJ Frida, unerreichter Meister der Luftgitarre, hat zwar versprochen, die Hosen nicht auszuziehen, die Frage ist nur: Ist das auch vertraglich abgesichert? In diesem Falle flüchtet man lieber schnell in den Güterhof, wo eine Burlesque-Show auf dem Programm steht. Edel und exquisit, wie auch die musikalische Umrahmung durch DJ Deeray.

Im Cuba Club schliesslich ist mit DJ Agroovin ein Local Hero der Schaffhauser Club-Szene zu erleben. Der Pionier der Techno- und House-Szene legt gemeinsam mit dem Star-produzenten und DJ Dario D’Attis auf. Eine geniale Kombination. Das Ergebnis wird live ab 21 Uhr auf Radio Munot übertragen.

Eine grosse Nacht steht vor der Tür. Drum gilt es nun, husch, husch!, sich den Festivalpass organisieren.


Intersity-Musikfestival
Samstag, 4. September, verschiedene Locations,
Schaffhausen.
  Bild zu Für eine Nacht auf den Champs-Élysées

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